Forschung

Implizite Sehfunktionen bei Normalsichtigen
(Psychophysik)

Bei normalsichtigen Probanden untersuchen wir das bewusste Sehen, das durch Sehreize oder Magnetpulse ausgelöst oder durch weitere Sehreize oder Magnetpulse unterdrückt wird, um die neuronalen Grundlagen des bewussten Sehens zu erkennen. Mit Hilfe indirekter Testverfahren wird untersucht, ob eine unbewusste Reizidentifikation stattfindet.

Visuelle Restleistungen bei Patienten mit zentralen Sehstörungen
(Neuropsychologie)

Bei Patienten mit Rindenblindheit, die kein bewusstes Sehen mehr haben, und bei Patienten mit selektiven Sehstörungen (Farbenblindheit, Objekterkennungsstörung) untersuchen wir die verbleibenden unbewussten Sehfunktionen, um herauszufinden, welche Arten von Sehleistungen auch ohne bewusste Abbildung nachweisbar sind und in welchem Umfang sie zur Rehabilitation taugen.

Untersuchungen zur klinischen und experimenteller Blindheit
(Elektrophysiologie)

Ereigniskorrelierte Potentiale werden eingesetzt, um die Verarbeitungsstufen zu identifizieren, die ohne ein bewusste Reizrepräsentation aktiviert werden können. Untersucht werden Patientengruppen, bei denen die Wahrnehmungsstörung neuropathologisch bedingt ist, und hirngesunde Probanden, bei denen eine transiente Blindheit experimentell ausgelöst wird.

Untersuchungen zur funktionellen Neuroanatomie des Sehsystems
(Funktionelle Bildgebung)

Bei normalsichtigen und sehgestörten Probanden untersuchen wir, welche Anteile der Hirnrinde bei welchen Funktionen beteiligt sind, wie subjektive Perzepte (Illusionen, Nachbilder, Vorstellungen) vom Gehirn gemacht werden und wie sich die Aktivierungsmuster durch Läsionen bzw. durch Training verändern.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Petra Stoerig