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Abschlussarbeiten

Der Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe Klinische Psychologie ist Schmerzforschung und damit sind die meisten Abschlussarbeiten in diesem Themengebiet angesiedelt. 

Ablauf der Bewerbung

Bitte senden Sie Ihre Anfrage für eine Abschlussarbeiten ausschließlich an die folgende E-Mail: 

thesis_klinpsych(at)hhu.de

Nur vollständige Bewerbungen können berücksichtigt werden. 

Ihre Anfrage sollte die folgenden Punkte beinhalten: 

Bitte beachten Sie die Angaben in den jeweiligen Projekten!
aktuellen Lebenslauf
Leistungsübersicht (falls Noten vorhanden)/Bachelorzeugnis
präferierte Projekte/Themen (und/oder präferierte Betreuer:innen)
Zeitplan (u.a. frühstmöglicher Beginn und wann Sie die Note benötigen)

Wir sichten erst nach den Bewerbungszeiträumen alle vollständigen Unterlagen und geben Ihnen anschließend eine Rückmeldung, ob wir Ihre Bewerbung weiter berücksichtigen.

 

Bewerbungszeiträume:

Bitte beachten: Masterarbeiten starten mit dem Projektmodul C und gehen somit über zwei Semester (ca. 12 Monate).
  SoSe 26 WiSe 26/27
Bachelorarbeiten alle Plätze vergeben First: 17.05.2026
Masterarbeiten (Start Modul C) kein regulärer Bewerbungszeitraum, bei Interesse frühzeitig melden Bewerbungszeitraum beginnt nach der Infoveranstaltung am 26.01.26 und endet am 02.03.26

Hinweis für externe Masterarbeiten

Wenn Sie eine externe Masterarbeit mit Begutachtung aus unserer Arbeitsgruppe schreiben wollen, dann kontaktieren Sie uns bitte so früh wie möglich, sodass Sie einen Gutachter/eine Gutachterin zugewiesen bekommen und an unserem Modul C Kolloquium teilnehmen können. Bitte beachten Sie ebenso, dass die Teilnahme an unserem zweiwöchentlichen Forschungskolloquium sowie das Präsentieren der eigenen Ergebnisse im besagtem Kolloquium verpflichtend ist.


Themen und Projekte

Hier finden Sie kurz die Themen/Projekte aufgeführt, in denen zur Zeit Abschlussarbeiten angeboten werden können. 

Ausführliche Beschreibung der Projekte finden Sie weiter unten auf der Website.

  Thema/Projekt Ansprechpartner:in Besonderheiten/Voraussetzungen
1 Mechanismen funktioneller Beeinträchtigungen bei chronischen muskuloskelettalen Schmerzen: die Rolle protektiver Faktoren Dr. Marie-Eve Hoeppli Start von Modul C ab März 2026, Englisch- und Deutschkenntnisse notwendig
2 Unterschiede und individuelle Variation in der endogenen Schmerzmodulation Dr. Martin Löffler keine Angst vor Statistik/Programmcode
3 Schmerzforschung in geschlechts- und sexualitätsdiversen Populationen Dr. Katrin Lübke Diversitätssensibilität und offene Haltung gegenüber queeren Personen
4 Mechanismen der Schmerzentstehung und -aufrechterhaltung bei Patient*innen mit Mitochondriopathien Benjamin Dickmann  
5 Psychophysiologische Grundlagen schmerzbezogenen Lernens Dr. Annette Löffler nur Masterarbeiten; Standort: Aachen; anspruchsvolle Methodik/Statistik
6 Der Einfluss von Geschlecht und sexueller Orientierung auf die Gesichtsmimikry Dr. Katrin Lübke nur als Bachelorarbeit, keine Angst vor der Aufbereitung physiologischer Daten
7 Sexuelle Orientierung und Erfahrungen in Zusammenhang mit der Wahrnehmung von männlichem Körpergeruch Dr. Katrin Lübke nur als Bachelorarbeit, keine Angst vor Statistik
8 Between the Lines: Veränderungen von Informations- und Hilfeprozessen durch neue Medien (TikTok & KI) Darleen Zumbruch nur Masterarbeiten; Start von Modul C im SoSe26 möglich
9 Between the Lines: Evaluation einer Online-Community für mentale Gesundheit von Jugendlichen Darleen Zumbruch nur Masterarbeiten
10 Kaarlo: Klinische Studie zur digitalen Therapie bei psychosomatischen Beschwerden / somatoformen Störungen Dr. Felix Sümpelmann nur Masterarbeiten; Start von Modul C im SoSe26 möglich

1. Mechanismen funktioneller Beeinträchtigungen bei chronischen muskuloskelettalen Schmerzen: die Rolle protektiver Faktoren

Wir suchen eine/n Masterstudent/in zur Mitarbeit an einem neuen Projekt. Es zielt darauf ab, die Mechanismen funktioneller Beeinträchtigungen bei chronischen Schmerzen zu verstehen. Das Projekt umfasst zwei Studien. In der ersten Studie wird der Einfluss potenziell positiver und negativer Faktoren auf den Zusammenhang zwischen Resilienz und funktioneller Beeinträchtigung untersucht. In der zweiten Studie werden die neuronalen Mechanismen funktioneller Beeinträchtigungen mithilfe von MRT erforscht. Zu den Aufgaben gehören die Rekrutierung von Proband/innen, die Durchführung von Tests und Datenanalysen.

Ansprechpartnerin: Marie-Eve Hoeppli 

Sprachkenntnisse: Sowohl Englisch- als auch Deutschkenntnisse erforderlich 

Hinweis: Start von Modul C im März 2026


2. Unterschiede und individuelle Variation in der endogenen Schmerzmodulation

Die Wahrnehmung von Schmerzreizen kann bei gleichbleibender physikalischer Intensität stark variieren. Diese sogenannte endogene Schmerzmodulation ist nicht nur zwischen verschiedenen Personen, sondern auch innerhalb von Personen, z.B. abhängig von der Tagesform, unterschiedlich. Im Rahmen dieses Projekts wird untersucht, welche Faktoren bei der Variation der Schmerzmodulation, eine wichtige Rolle spielen. Dies umfasst zum Beispiel die Untersuchung der „Stress-induzierten Analgesie“

Ansprechpartner: Dr. Martin Löffler 

Sprache: Deutsch oder Englisch

Spezifische Voraussetzungen: keine Angst vor Statistik/Programmcode


3. Schmerzforschung in geschlechts- und sexualitätsdiversen Populationen

Dieses Projekt adressiert bestehende Forschungslücken in der Schmerzforschung in Bezug auf LGBTQIA+- und geschlechtsdiverse Populationen. Empirische Befunde zeigen, dass Transgender- und nicht-binäre Personen häufiger von chronischen Schmerzen betroffen sind als Cisgender-Personen, zugleich jedoch in schmerzbezogenen Studien bislang deutlich unterrepräsentiert sind.

Während bisherige Forschung vor allem biologische Geschlechtsunterschiede in der Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung untersucht, liegen bislang nur begrenzte Erkenntnisse darüber vor, wie Geschlechtsidentität jenseits des bei der Geburt zugewiesenen Geschlechts sowie sexuelle Orientierung mit Schmerz zusammenhängen.

Das Projekt untersucht, inwieweit Geschlechtervielfalt und sexuelle Orientierung – sowohl unabhängig voneinander als auch in ihrer Wechselwirkung – die Entstehung, Verarbeitung und Wahrnehmung von Schmerzen beeinflussen.

Ansprechpartnerin: Dr. Katrin Lübke

Sprache: Deutsch oder Englisch

Spezifische Voraussetzungen: Eigene Lebens- oder Forschungserfahrungen im Kontext von LGBTQIA+ werden als relevante Perspektiven wertgeschätzt, sind aber nicht Voraussetzung. Ebenso willkommen sind Studierende, die Diversitätssensibilität, Offenheit und eine vorurteilsfreie Haltung gegenüber queeren Populationen mitbringen.


4. Mechanismen der Schmerzentstehung und -aufrechterhaltung bei Patient*innen mit Mitochondriopathien

Mitochondriopathien umfassen eine Gruppe heterogener Krankheitsbilder, deren gemeinsames Merkmal genetisch bedingte Schädigungen beziehungsweise Dysfunktionen der Mitochondrien sind. Aufgrund der besonderen Rolle der Mitochondrien bei zellulären Stoffwechselprozessen betreffen Mitochondriopathien vor allem Zellen mit hohem Energiebedarf, was sich in einer Vielzahl von Symptomen äußern kann. Lange kaum beachtet, aber seit vielen Jahren bekannt ist, dass zahlreiche Betroffene auch an starken, anhaltenden Schmerzen leiden. Trotz der offensichtlich hohen Relevanz scheinen Schmerzphänomene im Zusammenhang mit Mitochondriopathien noch „untererforscht“ zu sein, insbesondere in Hinblick auf die pathogenetischen Mechanismen. Das Wissen hierüber ist jedoch essenziell für die Entwicklung und Anwendung geeigneter Therapiemaßnahmen. Ziel unserer Forschung ist es daher, jene Mechanismen zu charakterisieren und damit letztendlich zur notwendigen wissenschaftlichen Grundlage für angemessene therapeutische Interventionen beizutragen.

Ansprechpartner: Benjamin Dickmann

Sprache: Deutsch oder Englisch


5. Psychophysiologische Grundlagen schmerzbezogenen Lernens

In der Peripherie sind verschiedenen Nervenfasertypen an der Entstehung von Schmerzbeteiligt. Ihr Beitrag zu unterschiedlichen Schmerzempfindungen und Funktionen von Schmerz ist aber noch wenig erforscht. In diesem Projekt untersuchen wir, zunächst an nicht-klinischen Personen, wie die Aktivierung der verschiedenen Nervenfasern mit schmerzbezogenen Lernprozessen zusammenhängen.

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Robin Bekrater-Bodmann / Dr. Annette Löffler (Uniklinik RWTH Aachen), aloeffler(at)ukaachen.de

Ort: Uniklinik RWTH Aachen (Vorarbeiten ggf. in Düsseldorf möglich)

Besonderheiten: anspruchsvolle Methodik / Statistik

 


6. Der Einfluss von Geschlecht und sexueller Orientierung auf die Gesichtsmimikry

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, den Einfluss von Geschlecht und sexueller Orientierung auf die Gesichtsmimikry zu untersuchen. Gesichtsmimikry, verstanden als das unbewusste Nachahmen mimischer Ausdrücke anderer Personen, spielt eine zentrale Rolle in sozialen Interaktionen und emotionaler Kommunikation. Die Arbeit geht der Frage nach, ob sich Ausmaß und Muster der Gesichtsmimikry in Abhängigkeit vom Geschlecht sowie von der sexuellen Orientierung unterscheiden. Hierzu wurden die mimischen Reaktionen auf standardisierte emotionale Gesichtsausdrücke anhand physiologischer Messungen erfasst und sollen nun zwischen unterschiedlichen Gruppen verglichen werden. 

Ansprechpartnerin: Dr. Katrin Lübke

Sprache: Deutsch oder Englisch

Spezifische Voraussetzungen: keine Angst vor der Aufbereitung physiologischer Daten

Hinweis: Nur als Bachelorarbeit!


7. Sexuelle Orientierung und Erfahrungen in Zusammenhang mit der Wahrnehmung von männlichem Körpergeruch

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, den Einfluss der weiblichen sexuellen Orientierung sowie individueller sexueller Erfahrungen auf die Wahrnehmung von männlichem Körpergeruch zu untersuchen. Körpergeruch stellt einen wichtigen Faktor sozialer und sexueller Attraktivität dar und wird durch biologische, psychologische und soziale Prozesse beeinflusst. Im Rahmen der Arbeit soll analysiert werden, ob und inwiefern sich die Bewertung männlicher Körpergerüche in Abhängigkeit von der sexuellen Orientierung (z.B. heterosexuell, lesbisch, bisexuell) sowie von bisherigen sexuellen Erfahrungen unterscheidet. Hierfür sollen auf Basis eines bestehenden Datensatzes Angaben zu subjektiven Geruchsbewertungen mit Angaben zur sexuellen Orientierung und Erfahrung in Beziehung gesetzt werden.

Ansprechpartnerin: Dr. Katrin Lübke

Sprache: Deutsch oder Englisch

Spezifische Voraussetzungen: keine Angst vor Statistik

Hinweis: Nur als Bachelorarbeit!


8. & 9. "Between the lines": Aufbau und Evaluation einer Online-Community für mental Gesundheit für Jugendliche

Dieses Projekt beschäftigt sich mit der frühzeitigen Intervention von psychischen Belastungen bei Jugendlichen. Dabei wird im Rahmen von Between The Lines eine Online-Community entwickelt, die als geschützter Raum für Austausch dienen soll. Psychische Belastungen sollen damit enttabuisiert und Empowerment durch einen Peer-to-Peer-Ansatz gezielt gefördert werden. Ergänzend werden validierte Informationen für Jugendliche bereitgestellt um niedrigschwellig den Zugang zu passenden Hilfsangeboten zu ermöglichen. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die wissenschaftliche Evaluation. Ziel ist es, wissenschaftlich zu untersuchen, welche Effekte die Online Community auf die psychische Belastung der Jugendlichen hat und inwiefern sie die Bereitschaft erhöht, aktiv nach Hilfe zu suchen.

Ansprechpartnerin: Darleen Zumbruch, darleen(at)between-the-lines.info

Ort: Die Zusammenarbeit wird hauptsächlich Remote stattfinden. Es besteht jedoch die Option Montags und Mittwochs nach Solingen ins Office zu kommen.

Sprache: Deutsch

Weitere Infos zum zugrundeliegenden Projekt: https://about.between-the-lines.de/

Hinweis: In diesem Projekt werden nur Masterarbeiten angeboten.


10. Kaarlo - Klinische Studie zur digitalen Therapie bei psychosomatischen Beschwerden / somatoformen Störungen

Psychosomatische Beschwerden bzw. somatoforme Störungen (ICD-10: F45) betreffen rund 10 % der Bevölkerung in Deutschland und gehen häufig mit erheblicher Einschränkung der Lebensqualität sowie hoher Inanspruchnahme medizinischer Leistungen einher. Trotz guter Evidenz für psychotherapeutische Behandlungsansätze besteht bislang keine umfassend validierte digitale Therapie, die diese Patient:innengruppe strukturiert und alltagsnah unterstützt.

Kaarlo ist eine digitale, app-basierte Therapie für psychosomatische Beschwerden auf Grundlage evidenzbasierter psychotherapeutischer Verfahren, insbesondere der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT). Im Fokus steht derzeit die klinische Evaluation der Anwendung im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie.

Im Kontext der klinischen Studie vergeben wir Masterarbeiten. Zu den Aufgaben gehören: Mitarbeit an der Durchführung und Auswertung der klinischen Studie (u. a. Datenerhebung, statistische Auswertung), Rekrutierung und Betreuung von Studienteilnehmer:innen mit psychosomatischen Beschwerden / somatoformen Störungen sowie die wissenschaftliche Evaluation digitaler therapeutischer Interventionen im Bereich Psychosomatik

Ansprechpartner: Dr. Felix Sümpelmann, felix(at)kaarlo.de

Sprache: Deutsch oder Englisch

Weitere Infos: https://www.kaarlo.de

Hinweis: Ein Start im SoSe26 mit Modul C ist möglich. In diesem Projekt werden nur Masterarbeiten angeboten.


Literaturarbeiten

Zusätzlich vergeben wir vereinzelt Literaturarbeiten. 
Diese können entweder Themen aus unserem Forschungsbereich behandeln oder in Einzelfällen eigene Themenvorschläge berücksichtigen. 
Falls Sie daran interessiert sind, geben Sie dies bitte entsprechend in Ihrer Präferenzliste an.


Weitere laufende Projekte - aktuell ohne Möglichkeiten für Bachelor- oder Masterarbeiten


Belohnung, Vorhersagefehler und Lernen im Kontext Schmerz

Eine wichtige Funktion von Schmerzen ist es, Verhalten zu steuern. Dabei können bisherige Erfahrungen mit Schmerzen, Schmerzlinderung oder der Vermeidung von Schmerzen das zukünftige Verhalten beeinflussen, also Lernen auslösen.
In verschiedenen Studien wird versucht herauszufinden, wie solche Lernmechanismen im Kontext von Schmerz funktionieren und wie sich Lernen und die Wahrnehmung von Schmerzen gegenseitig beeinflussen. Ziel dabei ist es, adaptive wie auch maladaptive (Verhaltens-) Strategien sowie deren zugrunde liegende Mechanismen besser zu verstehen und solche Mechanismen zu identifizieren, die bei der Entstehung und Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen eine Rolle spielen. Dazu werden sowohl im Labor als auch online Studien durchgeführt.

Ansprechpartner: Dr. Simon Desch

Sprache: Deutsch oder Englisch

Spezifische Voraussetzungen: keine Angst vor Statistik/Programmcode

Hinweis: In diesem Projekt sind aktuell keine Bachelor- und Masterarbeiten zu vergeben.


Einfluss von Erwartungen auf die Schmerzwahrnehmung

Erwartungen spielen eine zentrale Rolle bei der Wahrnehmung von Schmerz und werden durch verschiedene Faktoren wie Lernerfahrungen oder Suggestionen geformt. Sie können unsere Schmerzempfindungen verstärken oder abschwächen und somit einen erheblichen Einfluss auf unser individuelles Erleben haben. Dieses Forschungsprojekt widmet sich der Frage, wie Erwartungen und frühere Lernerfahrungen die Schmerzwahrnehmung beeinflussen. Ziel ist es, die zugrunde liegenden Mechanismen und Einflussfaktoren zu identifizieren, um ein tieferes Verständnis für die Dynamik von Erwartungen und Schmerzempfindungen zu entwickeln. 

Ansprechpartnerin: Lisa Garcia

Sprache: Deutsch oder Englisch

Hinweis: In diesem Projekt sind aktuell keine Bachelor- und Masterarbeiten zu vergeben.